• listening to janet's body

    ich höre auf mit diäten und begreife endlich, wie man NORMAL isst! da ich meine emotionen jetzt nicht mehr mit unmengen von essen im zaum halte, sondern selbst in die hand nehme, gibt es für mich jetzt viel zu denken, viel zu tun, viel zu lernen. und viel zu schreiben. ich werde ehrlich sein, und sehr persönlich.

  • 2012 - Die ersten 90 Tage

    mein Vorhaben für's neue Jahr: den 90 Tage Erfolgsplaner von Paul McKenna durcharbeiten und schauen, was passiert. Zum Mitlesen und Mitmachen für ALLE!.

  • Selbstsabotage - was soll das?

    ich habe also meine hausaufgaben gemacht: Selbstsabotage (gemischte Gefühle in Bezug auf Veränderungen), Ursachen, Lösungen...

  • Klarkommen!

    ich habe mir angewöhnt, emotionen (zuviel happiness, zuviel trauer oder panik) mit essen in den griff zu kriegen und zu unterdrücken. DAMIT IST JETZT SCHLUSS! jetzt werden emotionen direkt bearbeitet!

  • Anpacken! Lösen statt beruhigen

    Du hast keinen Hunger und willst trotzdem essen? Wie kommt es dazu und was kann man unternehmen, um das zu verhindern? Die Wissenschaftlichen Hintergründe und eine praktische Anleitung gibt es hier:

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Montag, 23. Januar 2012

Emotionales Essen - Hintergründe


Für alle, denen Englisch nicht so liegt, habe ich hier mal dieses Video transkribiert. uff!
Ich weiss leider nicht, auf welche Studien Josie sich hier bezieht. Mal fragen...


Studien zeigen, dass es zwei verschiedene Arten gibt, wie wir mit Stressfaktoren umgehen:
- entweder daran arbeiten, den Stress abzuwenden, zu ändern, sodass die Situation weniger stressig ist, oder, 

- wenn man glaubt, dass man es nicht ändern kann, die Energie nach innen wenden und versuchen, sich selbst zu beruhigen und den schlechten Gefühle, die aus dem Stressor entstehen, aus dem Weg zu gehen oder diese Gefühle zu managen. 
Und dieses Verhalten wird durch die Bank mit emotionalem Essen in Verbindung gebracht. Ebenso mit Depression, Angst, geringer Zufriedenheit mit dem Leben und einer ganzen Litanei von anderen psychischen Erkrankungen.

Das wird "Emotional - orientierte Stressbewältigung" genannt, aber unter uns werde ich es einfach "Trösten und Beruhigen" gg. "Anpacken und Lösen" nennen.


Und was interessiert uns das?
Studien zeigen übereinstimmend, dass Menschen, die
"Trösten und Beruhigen" als Bewältigungsstrategie wählen, anfälliger für Essstörungen sind. Es wurden Studien mit Bulimikern und Anorexikern durchgeführt und ergaben, dass diese im Vergleich zu Menschen ohne Essstörungen bedeutend öfter von der "Emotional - orientierte Stressbewältigung" Gebrauch machten, als von aktiver Problemlösung. 

Aber was für uns wirklich aufregend ist, ist, dass es absolut Hoffnung gibt, denn man kann erlernen, Probleme zu lösen, statt sich zu trösten und zu beruhigen:In einer Studie mit selbstmordgefährdeten Jugendlichen wurden diesen aufgabenorientierte oder lösungsorientierte Bewältigungsstrategien beigebracht und befunden, dass ihre depressiven Eigenschaften usw. sich verringerten.  

Das Erlernen des Problem - Lösens hilft uns nicht nur, Gewicht zu verlieren, indem wir aufhören, emotional zu Essen; es spielt auch eine wichtige Rolle beim Erhalten dieses neuen Gewichts. 
so gab es eine Studie, die Menschen, die abgenommen hatten und ihr neues Gewicht hielten mit Menschen verglich, die Gewicht verloren, danach aber wieder zugenommen hatten, und mit Menschen, die noch nie Gewichtsprobleme gehabt hatten.
man fand heraus, dass die Leute, die ihr Gewicht wieder zugenommen hatten, sich stark auf die wohltuende Art der Stressbewältigung
stützten, während die Menschen, die es verloren hatten und hielten, sowie die Menschen, die noch nie Gewichtsprobleme hatten, sich stark auf das Problemlösen verlassen. 

Aber hier kommt der spannende Teil: die Gewicht - Halter erzielten mehr Punkte im Probleme - direkt - Lösen  als die Menschen, die nie Probleme mit dem Essen hatten!
wie ich immer schon vermutet habe: wir können am Stärksten werden ab unserer schwächsten Stelle. das ist wie mit den gebrochenen Knochen: an dem Punkt, an dem der Knochen heilt, ist er so viel stärker, als er es vorher war, fast unzerstörbar!

Jetzt vertrauen einige von uns noch auf die emotionale, beruhigende Art der Stressbewältigung. Aber wir können diesen neuen Weg lernen und lernen, ihn anzuwenden und dann werden wir weit besser darin sein, als diejenigen, die noch nie damit zu kämpfen hatten! das ist wirklich aufregend.Also, was ist die lösungsorientierte Stressbewältigung und was müssen wir dafür tun?

direkt nach meinem letzten Video hab ich mich auf die unermüdliche Suche nach dem heiligen Gral der Informationen gemacht und ich dachte wirklich, ich würde diesen 8 Stufen von Dingen finden, die mir im Leben nie eingefallen wären, aber alles was ich über aufgabenorientierte Bewältigungsstrategien finden konnte war wie wirklich grundlegende Problemlösung:- Das Problem zu identifizieren,
- Prüfung der verschiedenen Lösungen,

- Anwendung die Lösungen,
 

- Bewerten.

ganz einfach.
"wie bitte?!"Aber dann las ich etwas, was mir half, zu verstehen: Es ist sehr situationsabhängig, welchen Stil der Bewältigung Menschen zu wählen neigen. Die gute Nachricht ist, dass wir die Lösungorientierte  Art der Bewältigung alle schon anwenden. Wir können also von uns selbst lernen!

In
bestimmten Bereichen unseres Lebens haben wir
in einem sehr jungen Alter Hilflosigkeit erlernt.
Wir lernen, dass wir machtlos sind in bestimmten Bereichen und für mich sind das vor allem zwischenmenschliche Dinge. Ich meine, ich war zehn Jahre lang Datenbank-Architektin. Es war ein Arbeitsumfeld mit enorm hohem Druck, aber für mich war's immer in Ordnung. kein Problem. und dann wurde ich selbständiger Hochzeitsplaner! Also, ich habe Dinge erlebt... es ist so interessant für mich zu erkennen, dass ich einerseits eine Art Rock-Star Problemlöser, aufgabenorientierte Stressbewältigerin in bestimmten Bereichen meines Lebens sein kann und dann in  anderen Bereichen bin ich wie eine Zweijährige!Aber das ergibt Sinn. Letztes Mal haben wir über erlernten Hilflosigkeit gesprochen: der Stressor kommt und wir glauben, wir können nicht damit umgehen.
Ich persönlich habe in einem sehr jungen Alter gelernt, dass ich über bestimmte zwischenmenschliche Dinge einfach keine Macht hatte. wenn sich also etwas zwischenmenschlich
eklig anfühlte, musste ich es einfach runterschlucken und mich trösten und beruhigen. das war die einzige Macht, die ich hatte. überlegt mal: wenn du ein Kind bist und deine Mutter ist ein wenig mürrisch, ein wenig nicht - süß... dann hast Du wirklich keine Macht, du musst bei Mama bleiben. alles, was du jetzt tun kannst, ist lieb zu dir zu sein und dich zu verhätscheln. und wisst ihr was? es ist egal, ob es Cupcakes waren oder was auch immer, was ich gebraucht habe, um mich zu beruhigen ... es war gut für mich! denn es war das Beste, was ich damals tun konnte, um auf mich selbst aufzupassen. und das gleiche gilt für Euch! Wir tun IMMER das Beste was wir können, um uns gut um uns zu kümmern! Also bloß kein Urteil oder Verdammen unseres früheren Verhaltens! Ist es nicht Oprah Winfrey, die sagt: "Wenn Du es besser weisst, wirst Du es besser machen!". wir lernen noch!

zur Bestätigung dieses Fakts, stellten Forscher fest, dass ablehnende und strafende Erziehungsstile (Strafe ist etwas anderes als Disziplin) Kinder hervor brachten, die emotionsorientierten Bewältigungsstrategien nutzen. Das ergibt durchaus Sinn, oder?
 

es ist wie mit den Elefanten - Trainern. wenn Elefanten noch sehr jung sind, bindet man ihnen ein Seil um ihr Bein und macht sie an einen Pfosten fest. der Elefant lernt, dass er sich davon nicht befreien kann. wenn der Elefant ausgewachsen ist und was-weiss-ich-wie-viele Tonnen wiegt,  brauchen die Trainer immernoch nur ein wirklich kleines Seil, weil der Elefant glaubt, dass er das Seil nicht zerstören kann.
es war wahr, als er klein war.
Jetzt es ist nicht mehr wahr.
mein Leben und für Eures gilt das Gleiche! vor allem zwischenmenschlich, wenn etwas nicht meine Bedürfnisse erfüllt oder für mich einfach nicht funktioniert, stecke ich in diesen Situationen nicht mehr fest.
Ich habe damals festgesteckt. und ich lerne jetzt den Unterschied.aufgabenorientierte Stressbewältigung: ganz normale grundlegende Problemlösung. noch etwas Bemerkenswertes, was ich in den Studien gefunden habe: was die Leute tun, die auf emotional orientierte oder beruhigende Art ihren Stress bewältigen:
 

- sich Luft machen. man denkt, "Oh, ich will mir nur Luft machen und ich werde besser fühlen.", aber tatsächlich zeigen Studien, dass man sich nicht besser fühlt. Man fühlt sich schlechter, weil man  nochmal alles durchlebt. und der arme Mensch, bei dem Du Dir Luft machst, muss es auch durchleben. das hilft also nicht.
- man
fand auch heraus, dass die "Tröster und Beruhiger" sehr viel über das Problem grübeln. (Link zu Depression). Auch das ergibt Sinn: wenn etwas wirklich stressig und man der Meinung sind, dass man nicht in der Lage ist, es zu ändern und dazu kommt dann noch, das man ständig darüber nachdenkt - das ist definitiv ein Rezept für einen Cocktail für Depressionen. - und die Mädchen - Methode: Ablenkung und Vermeidung (hier kommt dann auch das Essen ins Spiel), alles was hilft, um sich einfach nur besser zu fühlen. Also Essen oder shopping oder fernsehen oder was auch immer.
aber es ist mehr als nur zu sagen "okay, jetzt werde ich ein aufgabenorientierter Stressbewältiger!"
vieles geht so weit zurück in unserem Gehirn, dass wir uns oftmals überhaupt nicht bewusst werden, wenn es passiert. wir sind halb fertig mit einem Kübel Eiskrem, bevor wir überhaupt zu bemerken: "hey, gab's da etwa einen Stressfaktor?"

Diagramm vom Entscheidungsfindungsprozess, um zu sehen, wo die Punkte sind, an denen wir etwas ändern können.
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Freitag, 16. Dezember 2011

es ist echt jeden tag der gleiche kampf!

1.) irgendjemand ärgert mich / nervt / versteht mich nich / stellt sich doof an
2.) ich bin auf 180 und will mir aber kein ventil suchen, sondern mich beruhigen. und nichts beruhigt meine nerven wie nougat. (zumindest glaubt das meine hand, die wie ferngesteuert zugreift und in den letzten wochen bestimmt 3 kästen "merci" im alleingang geleert hat)

heute morgen: ich war in der apotheke, weil ich ein etwas ungewöhnliches desinfektionsmittel brauche, und die apothekerin stellt sich extrem blöd an. später ruft sie mich an (offensichtlich hat sie jetzt ein bisschen internet - recherche gemacht zu dem, was ich da brauche) und empfiehlt mir vorbeugende impfungen und lacht. ich ärgere mich, reagiere aber gehalten. am ende habe ich wirklich keine lust mehr, mit ihr zu reden oder möchte ihr sagen, wie unangebracht ich ihr verhalten in meiner situation finde, aber irgendwie komm ich nicht dazu. nach dem telefongespräch bin ich geladen und der deckel vom merci-karton öffnet sich magisch einen spalt weit.

aber ich habe NICHT GEGESSEN =D

ich habe statt dessen meinen arzt angerufen, der mir jetzt bis mittag die genaue bezeichnung verschiedener mittel raussucht. dann ruf ich in der apotheke an und sage ihr, was sie bestellen soll. dann sag ich ihr vielleicht noch, dass ich jetzt gerade IHREN job erledigt habe und dass mir ihre einstellung nicht gefällt. mal schaun.

auf alle fälle geht's mir jetzt besser, WEIL ich die sache selbst in die hand genommen hab. Anpacken! Immer wieder die selbe alte Lektion ;)
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Freitag, 11. November 2011

verdrängen - ignorieren - nicht-wissen-wollen... MACHEN FETT !!!

so. freitag.
freitag in einer der schlimmsten wochen seit langem.

ich kam aus der letzten woche ja schon mit einem kaputten badfenster und stress-ess-vorfällen wegen dem bevorstehenden kennenlern - treffen mit meinem halbbruder, seiner mutter ("Grüß Gott! Ich bin die verschwiegene Altlast ihres Mannes. Angenehm Sie kennen zu lernen!") und dem vater, den ich erst einmal getroffen habe.

Am Sonntag kamen meine Rückenschmerzen zurück.
Am Montag ist meine Oma ins Krankenhaus gekommen.
Am Dienstag lag ich flach, weil mich irgendetwas supergiftiges gebissen oder gestochen hatte und mein bein schmerzhaft angeschwollen war.
Mittwoch ging eigentlich.
Und am Donnerstag wurde ich entlassen.

sooo.

nehmen wir das mal unter die lupe:
was hat das emotional mit mir angestellt? wie habe ich gegessen?
letzte woche und auch noch am wochenende war das essen wild. Am montag, als die nachricht mit der oma kam habe ich auch gegessen, um damit klar zu kommen, aber es geschah langsam und bewusst.
am dienstag war ich appetitlos. mit ner entzündung im bein auch kein wunder. ich war aber sehr müde und unzufrieden.
am mittwoch kam der echte körperliche hunger zurück. das war großartig.
am donnerstag... ja am donnerstag war ich zwischen verdrängen und sich-zwingen-es-nicht-zu-verdrängen gefangen.

als mein chef mir die nachricht gab, war ich absolut ruhig. auch danach. einerseits war ich stolz auf mich, dass ich gefasst reagiere, aber andererseits wusste ich auch, dass da was faul ist...
'wie kann man denn da so ruhig bleiben?!' hab ich mich die ganze zeit gefragt. immerhin ist das das erste mal, dass ich gefeuert werde.
Verdrängen, um den Schmerz nicht spüren zu müssen. klarer fall. so bin ich

zuhause angekommen hab ich erstmal auf knien den küchenboden geschrubbt (wird langsam zu meiner lieblingsbeschäftigung) und jede menge wäsche gewaschen.
dann habe ich angefangen listen zu schreiben, mit all den sachen, die mir jetzt sorgen machen (denn ich konnte im kopf nie lang genug an einer sache entlang denken, schon kam die nächste wieder vorgedrängelt: 'oh mann, der job...' - 'und die oma! ja mensch, die oma...' - 'was machst'n jetzt mit der wohnung?' - 'und die feier morgen, zu der auch deine chefin kommt? willste sie jetzt überhaupt noch sehn?' - 'wie funktioniert denn das mit dem arbeitsamt? muss ich da jetzt schon bescheid sagen?')

dann irgendwann bekam ich (leichten) hunger und hab kartoffeln in den ofen geschoben. als die dann viel später fertig waren, waren's meine listen auch =)

ich habe die dinge notiert, auf die ich jetzt so gar keinen bock habe. und da ich ja groß im verdrängen bin, sind dass offensichtlich auch die sachen, die ich am dringensten erledigen muss. UND WERDE.

um nicht in stress - essen zu verfallen ist es wichtig, dass ich mir alles, was unangenehm ist oder werden kann, bewusst mache und erledige. je bewusster mir meine probleme sind, umso unwahrscheinlicher wird es, dass ich wieder halb unbewusst in der küche steh und käse aus der packung esse!

heute sieht die welt schon besser aus. ich weiss jetzt genau, wieviel kündigungsfrist ich habe, wie lang ich also noch arbeite, wie das mit dem urlaub ist und so weiter.

ergänzend zu gestern muss ich sagen, dass ich noch ausgegangen bin. ich habe nichts getrunken, nur geraucht, aber - wer weiss woran's gelegen hat, am rauch, am aufwühlenden tag oder an meinen backkartoffeln ;) - bevor der abend hätte lang werden können, habe ich mich dort unglaublich heftig übergeben. =/
dementsprechend bescheiden war mein magen heute mit seinen bedürfnissen.

ich bleibe dran. das mit den sorgen - und - kein-bock - listen möchte ich jetzt regelmäßig machen, um meiner natürlichen neigung zum verdrängen entgegenzuwirken. ich mag listen ;)
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Mittwoch, 9. November 2011

10 Kompetenzen für bewusstes Essen

ich habe wieder hunger!!!!
... also jetzt nicht mehr, denn ich habe grade gegessen, aber DAVOR hatte ich endlich wieder ganz normalen hunger, der ganz langsam kam, obwohl ich heute morgen gefrühstückt habe.

was jetzt anders ist als vor ein paar tagen kann ich gar nicht so genau sagen...
ich war gestern krank und nach dem zuviel - essen von letzter woche immernoch appetitlos, aber trotzdem die ganze zeit am essen!
ich wollte etwas ändern, also habe ich angefangen meine aufzeichnungen aus diesem blog nochmal zu lesen, ausserdem die bücher von paul mckenna, rüdiger dahlke und geneen roth nochmal zur hand genommen, mir das binge - eating - video von josielenore nochmal angeschaut (und irgendwann gemerkt, dass ich schon seit 8 stunden nichts gegessen hatte...).
meine schönste entdeckung war ein handout von Pavel Somov, Ph.D., über "Mindfull Eating". (Buch und Website heissen: eating the moment). da gibt's soo viel zu entdecken!



10 Kompetenzen für bewusstes Essen (laut Dr. Pawel Somow)


Trigger (Auslöser)- Steuerung trainierbar
Hunger (An-) Erkennung Kern-Kompetenz
  • Unterscheiden von Heißhunger und Hunger
Völlegefühl (An-) Erkennung Kern-Kompetenz
Ausweitung der Sättigung trainierbar
Kontrolle des Appetits trainierbar
  • mit Flüssigkeiten und Gerüchen auftanken
Prozessorientierung Kern-Kompetenz
bewusstes Emotionales Essen Kern-Kompetenz
  • Ansatz Schadensbegrenzung
  • Abbau des "Bewältigungs - Perfektionismus"
persönliche Philosophie des Essens trainierbar
  • Essen in die allgemeine Lebensphilosophie integrieren
  • Meditatives Essen
Heißhunger Kontrolle Kern-Kompetenz

bewusstes soziales essen trainierbar
  • festliche Essen mit Non-Food-Schwerpunkt
  • Verlagerung Fokus vom sozialen Gelage (social binge-eating) zum Probieren & Genießen

Hier habe ich zum ersten Mal den Begriff "Mindful emotional eating" gelesen.
Für mich war emotionales Essen immer eine Art Resignation und ein Zeichen dafür, dass ich und alle Bewältigungsstrategien versagt haben und wieder nur der Ausweg ins Essen bleibt (Bewältigungs - Perfektionismus = "ich muss das doch hinkriegen!"). Dr. Somow aber verteufelt das emotionale Essen nicht, sondern nimmt es - unter der Voraussetzung, dass es bewusst geschieht - mit ins Lebensprogramm auf. =) good news!
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Montag, 3. Oktober 2011

es gibt zwei typen emotionalen essens

... oder zumindest kenne ich bis jetzt zwei. wenn jemand noch etwas weiss / beobachtet hat, dann bitte her mit der info =)

Typ No.1 ist, wenn du einfach losgehst und was isst, obwohl du gar nicht hungrig bist. den kennen wir. man nimmt das Essen dabei nicht sehr bewusst zu sich und der Genuss steht dabei im Hintergrund.

in den letzten zwei tagen habe ich mich dem öfter ergeben. ich habe es zugelassen. mir schon vorher und dabei dafür vergeben. ich tu's ja, weil ich denke, dass ich's brauche, also aus fürsorge.

ich habe mich aber nicht gefragt, was ich eigentlich wirklich wollte und woher dieses bedürfnis plötzlich kam.
es kann etwas damit zu tun haben, dass ich heute wieder auf die arbeit gehe =/
oder diese woche eigentlich die waage dran ist und ich wirklich hohe erwartungen hatte, die ich durch das essgelage / binge eating etwas relativiert habe. ich werde das wiegen erstmal eine weile aussetzen. vielleicht wiege ich mich diese woche noch, vielleicht auch nicht. bin schon wieder viel zu fokussiert darauf.

generell denke ich, dass ich an meiner strategie für mehr selbstvertrauen und gegen selbstsabotage dranbleiben und alle unangenehmen dinge einfach angehen muss (für 15 min). das hat mir wirklich gut getan und ich habe auf diese weise wirklich viel geschafft für mich selbst! =D

Typ No.2 ist dieses betrübte Gefühl wenn eine Mahlzeit zuende geht.
eigentlich bist du satt, aber das essen soll einfach noch nicht zuende sein und darum gehst du in die küche und knabberst nochmal hier dran und dann noch mal da dran und das nimmt dann einfach kein ende...
ich nenne das die Jagd nach dem Geschmack.

Das habe ich für mich schon erkannt und lerne den umgang damit. es ist weder ungerecht, dass ich aufhöre zu essen, noch verschwindet das essen auf nimmerwiedersehen, sondern sobald ich hungrig bin wird es da sein, wo ich es gelassen habe. nur für mich

fazit: weiterhin alles anpacken und wenn's nur für 15 minuten ist! in diesem sinne werf ich mich jetzt in den tag und geh auf arbeit. die welt retten! =)

schönen Tag euch allen! 
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Donnerstag, 29. September 2011

selbstsabotage - selbstanalyse

ich will noch kurz notieren, was meine persönliche Selbstsabotage ausmacht, damit ich's nicht vergesse:

Step 1: Bewusstsein erlangen: Wann und wie sabotiere ich mich?
Was habe ich vor? Wovor habe ich Angst? Was ist die Gefahr?

- beim Essen, nach der Mahlzeit
- Sabotagetrick: "Dir steht mehr zu als das!" - es fühlt sich ungerecht an, dss ich mit dem Essen aufhören muss, nur weil ich satt bin.
- ich möchte schlank leben.
- Angst, zuviele Männer könnten zu viel Verwirrung stiften, wenn ich schlank bin
- Gefahr: zu viel Schmerz.

Ziel: ohne Angst und Schmerz schlank sein.
Step 2: innere Einwände, negativität, dickie, selbstbewusstsein
  • innere Einwände muss ich noch genauer untersuchen. es gibt einen muskeltest (schaukeltest), den man machen kann, um eine liste von inneren Fragen zu beantworten. (Aufgabe für heute!)
  • süchtig nach dem negativen bin ich - glaub ich - auch nicht. es macht mir bauchschmerzen, wenn zuviel gejammert wird. sogar wenn ich selbst zuviel jammere!
  • die Beziehung zum Symptom trifft voll auf mich zu! Dickie und ich waren unzertrennlich und wir machen uns langsam klar, dass es ans abschied nehmen geht...
    (meinem Dicksein einen Namen zu geben macht es einfacher für mich, zu begreifen, dass es ein großer und wichtiger Teil von mir ist. und "Dickie" ist viel lieber und zutreffender als "Das Fett", wie ich früher mal gesagt habe.)

    Die antworten auf die Fragen zum Symptom:
    - Dickie fühlt sich mit mir meistens wohl
    - will mich warm halten und stabil. will mich abschirmen und ein bisschen isolieren
    - Dickie möchte, dass ich nicht umkippe. stabil bin. stark.
    - Dickie kann ohne mich nicht existieren.
    - ich habe ohne Dickie viel mehr zu tun. Aber auch mit Dickie habe ich viel Arbeit. Ich glaube, ich könnte mich von Dickie trennen.

    es wird empfohlen, die entstehende leere (wo dickie war) zu füllen, am besten mit einer Farbe. ich bade dann mal in BLAU.
  • Sebstbewusstsein. täglich paul mcKenna's CD zu hören gibt mir ruhe und mehr stärke im umgang mit dem essen, meinen aufgaben und mir selbst. in nur 25 minuten! das kann ich sogar in der mittagspause machen.

Step 3: Lösungsvision
  • Was wirst Du tun, wenn Du nicht mehr zu viel isst?
    -> mehr Sachen gebacken kriegen und in die Hand nehmen.
    ! Dieses Verhalten gleich einführen!
  • Wie kann ich mehr Sachen selbst in die Hand nehmen und gut hinkriegen?
    -> die 15 minuten - Regel, die ich seit ein paar tagen für mich ausprobiere zeigt sich als sehr erfolgreiche Strategie. ich lebe zur zeit zwar nach der Eieruhr, aber 15 Minuten sind irre viel zeit, aber auch irre wenig, wenn man etwas nicht gern tut. Pack es an, für 15 Minuten! =)
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Sonntag, 25. September 2011

mit leichter verstimmung und halsweh

mein blog eintrag von gestern wurde gelöscht, das nervt mich zwar, aber ich hab jetzt auch keinen bock, auszutüfteln, wie man das rückgängig machen kann. isses eben so.

gestern war ich so mittelfit, der kollege, der mich heimbringen sollte hat erst ewigkeiten auf sich warten lassen und mich am end noch versetzt. bombig! ich wollt mich eigentlich nur schlapp und krank in mein bett fallen lassen und musste erstmal wieder alles selbst in die hand nehmen. aber darum geht's ja; DAS will ich ja lernen

heute morgen beim aufwachen habe ich im kopf eine liste meiner vergangenen lieben gemacht. ich glaub, das sollt ich in nächster zeit mal detailliert aufschreiben (nich hier!), wenn ich meine emotionen in den griff bekommen möchte.

ansonsten muss ich mehr wasser trinken und darauf warten, dass ich irgendwann hunger kriege. habe ziemlich spät noch gegessen.

der plan ist, heute im bett zu bleiben, auch wenn die sonne gerade in mein zimmer blendet, als gäb's kein morgen!

ein schöner tag! mit leichter verstimmung und halsweh.
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Samstag, 24. September 2011

do sth new for 30 days

die nächstenn 30 tage werde ich jeden morgen bloggen.

[ein video, das mir ein kollege geschickt hatte war dafür die inspiration. es besagt, dass 30 Tage schon genug sind, um eine neue Gewohnheit zu etablieren. eine super überschaubare Zeit, in der man sich Dinge vornehmen kann, die man glaubt, nie hinzubekommen. die letzten 30 tage galten dem bewussten essen.]

körperlich geht's mir noch nicht viel besser als gestern, aber ich habe es nicht geschafft einer verpflichtung abzusagen, also muss ich es bis zum nachmittag schaffen, mich ein bisschen aufzuraffen. definitiv etwas, woran ich arbeiten möchte: meine eigenen bedürfnisse ins richtige verhältnis zu den bedürfnissen anderer zu setzen!

natürlich ist den anderen geholfen, wenn ich mich aus dem bett schäl und halb schwindelig dort rumsteh, aber wie geht's mir dann morgen?! oder am montag?
ich ärgere mich ein bisschen über meine inkonsequenz!

was kann ich gegen diesen ärger tun?
1. den Ärger nicht runterschlucken, sondern angehen! (bin ich grad dabei )
2. Anerkennung für meinen Einsatz bekommen!
3. etwas für mich tun. für erholung sorgen. mich auskurieren. (da dreht sich allerdings der gedanke im kreis, denn wenn ich mich auskurieren will, sollte ich nicht in der weltgeschichte rumspazieren). ich brauche mindestens noch 3 tage bettruhe. mein kopf pocht. doch, wenn ich von der arbeit zuhausebleibe und am wochenende freiwilligenarbeit leiste, sieht das nicht so gut aus. diese gedanken stressen mich! sehr!

wie kann man das lösen?
- heute nicht da hin gehen. geht nicht. schon fix zugesagt.
- nächstes mal: krank ist krank! komme was da wolle! basta!
- heute da hin gehen und am montag arbeiten? und wo bleib ich?
- weiter krankgeschrieben bleiben. gesund werden. mich auskurieren. meine güte, da spricht doch eigentlich nichts dagegen! warum fühl ich mich da schuldig?? weil ich das auch nicht machen würde, wenn ich selbständig wär. ja, bin ich aber nicht. oh mann...

es hat ja keinen sinn.
ein gespräch mit meiner mutter hat wieder alles in perspektive gerückt!
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Freitag, 2. September 2011

Anpacken! Lösungsorientiertes Handeln

was ich Neues über mich herausgefunden habe: ich esse vor allem zum VERMEIDEN.

wenn - wie jetzt gerade - Arbeit anliegt, die wirklich getan werden muss, auf die ich aber keine Lust habe, ist mein Ventil oft (eigentlich immer) die Flucht ins Essen. Natürlich hilft das dem Problem gar nix; die Arbeit bleibt unerledigt.
Das Gleiche mache ich mit unangenehmen Gesprächen oder Gefühlen, eigentlich mit Allem, was ich gern ignorieren möchte!

cleverer ist es, das Problem direkt anzugehen und zu lösen, dann lässt sich auch das essen besser und unbelasteter geniessen!

geholfen hat mir ein video auf youtube über emotional eating. josielenore - der hier mal aller Dank ausgedrückt werden muss! großartige Frau mit unglaublich VIEL EINSICHT in unsere Psyche! WOW! - erklärt wie emotionales Essen funktioniert, was die Vorgänge sind, die dazu führen. wenn man das mal verstanden hat, dann findet man auch einen Ausweg und Alternativen!

Du bist also nicht hungrig, aber möchtest doch irgendwie immer noch was essen!
Aber warum?

 
Studien 
zeigen, dass eine gewisse Art der Stressbewältigung mit Overeating, also dem übermäßigen Essen, in Verbindung gebracht wird, ebenso mit Depression, Ängstlichkeit etc. 
Das gilt vor Allem, wenn wir uns machtlos fühlen und das Gefühl haben eine Situation nicht verändern zu können. Hier jetzt die Erklärung, wie man von "Trösten und Beruhigen mit Essen" auf "Problemlösung" umschalten kann!

Ein Ereignis geschieht und, um es spontan einzuschätzen, fragen wir uns: "Ist das eine Bedrohung / Gefahr für mich"
Ist die Antwort "Nein.", dann ist alles gut. *yay*. Entspannung.
Ist die Antwort "Ja.", dann haben wir Stress und fragen uns automatisch unterbewusst: "Kann ich das lösen?" Und das ist auch schon die Schlüsselfrage!
Denn, wenn wir das mit "Ja." beantworten können ist  wieder alles super. Wir machen uns an die Bearbeitung des Problems (Aufgaben orientierte Stressbewältigung = task oriented coping) und alles ist gut.
Ist die Antwort hier aber "Nein, ich kann das nicht lösen." =( fühlen wir uns hilflos und versuchen uns zu beruhigen (mit Keksen! =D). Wir gehen also über zur Emotions orientierten Stressbewältiung (emotion oriented coping).

Man hat herausgefunden, dass je öfter Menschen die Lösung eines Problems angehen, umso öfter reagieren sie auf neue Probleme mit der Antwort: "Ja, das kann ich lösen!". Ist ja auch logisch: Man hat eine Erfolgsbilanz, auf die man zurückschauen kann und fängt an, an seine eigenen Bewältigungsstrategien zu glauben...
Und je mehr die Leute der Meinung sind, ein Problem lösen zu können, um so seltener schätzten sie Ereignisse als stressig ein.

Also: Je mehr Aufgaben - orientierte Stressbewältigung man betreibt, umso eher traut man sich zu ein Problem zu lösen, mit dem man konfrontiert wird und umso seltener geschieht es, dass man eine Situation oder ein Problem als stressig einschätzt.

Allerdings hat diese Medaille auch eine Kehrseite:
Je öfter Menschen zu emotionalen Bewältigungsstrategien greifen, umso wahrscheinlicher ist es, dass sie sich, mit einem Problem konfrontiert, hilflos fühlen und behaupten: "Ich kann das nicht lösen." und direkt zum Trösten (soothing) übergehen.
Diese Menschen bewerteten die Bedrohlichkeit von Situationen und Probleme mit denen sie konfrontiert waren dadurch auch viel höher.

In 99,9% der Fälle, in denen wir gesagt haben "Nein, ich kann dieses Problem nicht beheben.", hätten wir es eigentlich doch gekonnt, wenn wir mal wirklich drüber nachgedacht hätten.
Aber das emotion oriented coping ist eine Abwärtsspirale, in der wir für Versagen mit Süßigkeiten "belohnt" werden, konditioniert und vom zielführenden Lösungsorientierten Denken abgebracht.





In dem wir mit dem übermäßigen Essen aufhören, sind wir (endlich) gezwungen, mit den Problemen und Belastungen in unserem Leben anders umzugehen und unsere emotionalen Bedürfnisse direkt anzugehen. Das hilft uns, Probleme endlich zu lösen und unser Leben auf vielen Ebenen zu verbessern!
und umgekehrt!
Durch die Bewältigung von Stress und Problemen stärken wir unser Vertrauen in uns selbst und unsere Fähigkeiten und beseitigen Gefühle und Ereignisse, die uns der Grund waren für unser Overeating!

großartig!
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