• listening to janet's body

    ich höre auf mit diäten und begreife endlich, wie man NORMAL isst! da ich meine emotionen jetzt nicht mehr mit unmengen von essen im zaum halte, sondern selbst in die hand nehme, gibt es für mich jetzt viel zu denken, viel zu tun, viel zu lernen. und viel zu schreiben. ich werde ehrlich sein, und sehr persönlich.

  • 2012 - Die ersten 90 Tage

    mein Vorhaben für's neue Jahr: den 90 Tage Erfolgsplaner von Paul McKenna durcharbeiten und schauen, was passiert. Zum Mitlesen und Mitmachen für ALLE!.

  • Selbstsabotage - was soll das?

    ich habe also meine hausaufgaben gemacht: Selbstsabotage (gemischte Gefühle in Bezug auf Veränderungen), Ursachen, Lösungen...

  • Klarkommen!

    ich habe mir angewöhnt, emotionen (zuviel happiness, zuviel trauer oder panik) mit essen in den griff zu kriegen und zu unterdrücken. DAMIT IST JETZT SCHLUSS! jetzt werden emotionen direkt bearbeitet!

  • Anpacken! Lösen statt beruhigen

    Du hast keinen Hunger und willst trotzdem essen? Wie kommt es dazu und was kann man unternehmen, um das zu verhindern? Die Wissenschaftlichen Hintergründe und eine praktische Anleitung gibt es hier:

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Samstag, 21. April 2012

Wann ist es nur ein Spiel?


Life is a game, play it.
Mutter Theresa

foto: Kurt Eugen Schwarm
Für mich entsteht unglaublicher Druck aus Gruppen- und Bewertungssituationen.

Ich vergesse oder bemerke nicht, wenn es um nichts geht und wenn sich Verzweiflung nicht lohnt.

DAS ist aber fast immer der Fall! =O

Wenn ich vergesse, dass alles nur ein Spiel ist,  nehme ich die Situation toternst und fühle mich echt bedroht, angreifbar und verletzlich.

Ein Beispiel?
Am Donnerstag war ich wieder beim Training für den Women's Run und während der erste Trainingstermin überraschend viel Spass gemacht hat, war es diesmal nicht ganz so lustig...

Wir haben "Sommerbiathlon" gespielt: ein Hindernislauf - Wettkampf in zwei Gruppen, mit Zielwürfen und zwischendurch Radschlagen oder Purzelbaum, Liegestützen oder Hock-Streck-Sprüngen. Und Strafrunden.
The Horrors!

Das alles natürlich, während die Teammitglieder an der Linie stehen, zuschauen, anfeuern und warten...
schrecklich!

Ich glaube, ich muss das erklären.
Ich behaupte mal, dass jeder Übergewichtige Mensch, der sich in so eine Situation versetzt, das Gleiche fühlt, wie ich: Beklemmung.
Wohin gegen es schlanken Menschen schwer fallen wird, zu vestehen, worum es in diesem Post eigentlich geht ;)

Ich habe das bei meinem Trainer gemerkt, der sich nicht im Entferntesten vorstellen konnte, dass es irgendjemandem unangenehm sein könnte, diesen Parcours zu laufen. Er hat wirklich gedacht, er macht uns eine Freude! *kopfschüttel*

In mir macht sich eine leichte Panik breit, wenn ich nur wieder daran denke.
Ich hasse solche Situationen! Habe sie schon immer gehasst. Ich bin nicht gern die Schlechteste!
und ich bekomme auch nicht gern "Behindertenlob" (Jaaa, suuuuper, Janet! Klasse, wie Du das Balla geworfen hast! Top! Weiter so). Sowas macht mich wütend. "Ich kein Förderschüler! ich bin nur fast doppelt so schwer wie Du, Du Heini!", wollte ich dem Assistenten gern zurufen, hab ich aber natürlich nicht gemacht, denn er ist eigentlich wirklich nett und meint es ja auch nur gut. Aber echt ma...

Die Situation war ausweglos:

  • Entweder ich mache mit und tue genau das, was ich überhaupt nicht tun will, und wovor ich panische Angst habe,
  • oder ich sage etwas, mache Ersatzaufgaben, fühle mich ausgeschlossen und seltsam, muss mich jemandem erklären, in dessen Universum solche Probleme nicht existieren. Hmpf!

Ich hab also mitgemacht.


Ich hab mich echt zum Heulen gefühlt und zurück in meine Schulzeit versetzt, wo man auch vor aller Augen Sachen machen musste, die man nicht kann und auch nicht will...

ABER, ich hab's überlebt, und eigentlich war's - so wiederlich es sich auch angefühlt hat - halb so schlimm und ich hatte auch danach keine negativen Reaktionen, also keinen hunger. kein frustessen. kein trösten. nur muskelkater.
Offensichtlich war die konfrontation mit diesen doofen gefühlen richtig. ich hatte danach nichts zum verdrängen, runterschlucken oder so.

Aber WARUM soviel Emotion?

Weil mein Hirn nicht unterscheidet zwischen Ernst und Spiel.
Für unser Gehirn geht es eigentlich immer um die Wurscht, d.h. ums Überleben.
Stressgefühle (Angst, Anspannung, Scham, hervorgerunfen von unangenehmen Situationen oder Gedanken) - jagen unseren Puls in die Höhe, bringen Hormone zur Ausschüttung - wir sind kampfbereit. und leider auch ein klein wenig irrational.*

Genauso wichtig, wie es ist, die Gefühle zu erkennen, sie beim Namen zu nennen und sich einzugestehen, dass man so fühlt (Angst hat, oder Wut, oder...),  ist es, die Situation zu erkennen! Ist sie  lebensbedrohlich? Oder lebensverändernd?
Oder nicht????!!!

Alle Situationen, die unter "nicht" fallen (und das sind fast alle!), nenne ich Spiele.
Ihr Ausgang ist egal und während sie stattfinden, soll man möglichst viel Spass haben.

Es hilft nichts, aber der einzige Weg, nicht mehr Sklave seiner Urmensch - Triebe (Kampf und Flucht) zu sein, ist (nach altem Rezept) an der richtigen Stelle ein paar Mal tiiiiiiiief durchzuatmen. und sich zu fragen, ob man das Spiel vielleicht grad ein bisschen zu ernst nimmt.
und die richtige Stelle ist in diesem Text mit einem grünen Sternchen markiert! ;)
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Freitag, 9. März 2012

Schönheitsideale

Mein Vater ist Afrikaner, meine Mutter ist Deutsche. Das macht meine Haut mittelbraun, meine Haare kraus und, wenn ich meiner Mutter glauben darf, meine Oberschenkel kräftig und meinen Hintern groß. Ich bin 1,79m groß.

Aufgewachsen bin ich in Deutschland und dort bin ich auch in die gängigen Schönheits- / Schlankheitsideale hineingewachsen, denen ich nicht entspreche: zartes Püppchen würde zu mir niemand sagen!

Schwarze Frauen in Amerika lassen nicht so sehr vom westlichen Schönheitsideal beinflussen, das ihnen aus den Medien vorgegeben wird. Es gelingt ihnen, sich als Gemeinschaft dagegen abzugrenzen und sich nicht an "weissen" Idealen zu messen.

Mir ist das als Halbafrikanerin in Deutschland ohne Anschluss an eine schwarze Community nicht gelungen. Ich wollte immer gern genauso wenig wiegen, wie meine Freundinnen. Erst Jahre später beim Durchgehen alter Fotos habe ich verstanden, dass das Unsinn war, weil ich einen ganz anderen Körperbau als sie hatte und immer schon einen Kopf größer war, als meine Mitschülerinnen.

Erst jetzt wird mir klar, dass ich in meiner Statur vielleicht einfach wirklich anders gedacht bin, als alle Figürchen, die ich so kenne und, dass das nicht unbedingt eine schlechte Nachricht ist.
Dem europäischen / westlichen Schönheitsideal nicht zu entsprechen heisst nicht gleichzeitig, dass man nicht schön ist!

Alle Schönheitsideale haben den gleichen Kern: Gesundheit und Vitalität (evolutionär vorteilhafte Eigenschaften). Ich glaube, dass sich dieser Kern überträgt, d.h., dass auch Europärer Dich als schön wahrnehmen, selbst wenn Du einem afrikanischen Schönheitsideal entsprichst und nicht dem europäischen.

Und das bringt mich zum Punkt: wie bin ich denn nun gedacht?
In einem Artikel im Dieting & You Blog habe ich zum ersten mal gelesen, dass schwarze Frauen unter Umständen "dicker" sein können, als weisse, und trotzdem gesund. Das soll vor allem an der unterschiedlichen Körperstruktur liegen, die die stärkere Fettablagerung in am Hintern und den Oberschenkeln begünstigt, ohne dass sich dabei das Risiko für Cardio-vaskuläre Krankheiten  erhöht. (Das soll jetzt kein Aufruf zum Dicksein sein, sondern Bewusstsein dafür schaffen, dass die Zahlen, an denen wir uns immer messen nicht notgedrungen für uns gelten müssen. Jemand kann auch schon beim BMI 27 schlank sein!).

Eine Studie von Dr. Peter T. Katamarzyk (hier nochmal genauer) zeigt, dass der BMI (Body Mass Index, der angibt, ab wann gesundheitliche Risiken aus dem Verhältnis von Körpergewicht zu Körpergröße ableitbar sind) und der Hüftumfang (Waist2Hip - Ratio; auch ein Maß für Gesundheitsrisiken) nicht 1:1 auf Frauen afrikanischer Abstammung anzuwenden ist.
Adipositas Grad 1 beginnt demnach für Afrikanerinnen erst ab BMI 33 (statt 30) und der Hüftumfang durfte mit 97cm 5cm weiter sein, als bei weissen Frauen, und galt trotzdem noch als gesund. Wohlgemerkt: das gilt nur für Frauen! Für Männer waren die Werte mehr oder weniger gleich und unabhängig von der ethnischen Zugehörigkeit.

Die korrigierte Schwelle vom Normalgewicht zum Übergewicht wird in dieser Studie nicht geklärt.
Wenn ich jetzt annehme, dass auch für das Normalgewicht 3kg/m² draufgerechnet werden dürfen, dann läge mein Soll - BMI bei 27, entspricht 85kg. Damit könnte ich prima leben!

Eure Gedanken:
Was sind Eure Erfahrungen mit Schönheitsidealen?
Welchen Idealen hängt Ihr selbst an? Welche quälen Euch? Oder entsprecht Ihr einem bestimmten Ideal? Ich finde das ein super - interessantes Thema und freue mich, von Euch mehr zu erfahren!
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Mittwoch, 7. März 2012

Behutsam an den eigenen Fehlern arbeiten - Das Putztuch

„Wenn jemand etwas Tadelnswertes am Gesicht seiner Seele findet, dann wische er es ab mit dem zarten Tuch der Menschlichkeit Christi. Er hüte sich aber davor, rau oder bitter an seinen Flecken herumzureiben, nämlich ohne sich der göttlichen Güte bewusst zu sein; denn wenn er zu hart reibt, zerreißt er mehr, als dass er heilt.“
Mechthild von Hackeborn (deutsche Mystikerin, 1241–1299)


Habe diesen Spruch heute morgen per email erhalten und hab mich sehr angesprochen gefühlt.
Für alle, die die Worte "Christi" und "göttlich" abschrecken, schlag ich vor, die Wörter einfach zu überlesen. Der Text funktioniert dann immernoch! =)


Ich merke immernoch, dass mir Paul McKenna gut tut, auch, wenn ich zur Zeit nicht mehr auf's Abnehmen bedacht bin. Ich habe beschlossen, dass es meine größte Aufgabe ist, mich erstmal selbst zu lieben, sorgsam und liebevoll mit mir umzugehen und positiv zu sein. =)
Die vier goldenen Regeln möchte ich für mich selbst befolgen, aber im Moment befolge ich sie eher, weil ich denke, dass ich so endlich wieder ein "gesellschaftsfähiges" und "vorzeigbares" Essverhalten bekomme. Einfache Regeln, die keiner ankreiden kann, mit denen ich unangreifbar bin, und dazu sind sie ja nicht da.
Unangreifbar muss ich mich schon selbst machen. Und zwar endlich nicht durch dicke Mauern und tausend Schutzwälle, sondern durch Selbstbewusstsein, innere Stärke und das Vertrauen, dass es immer jemanden gibt, der mich so mag, wie ich bin: Mich!

Ich möchte nicht drüber nachdenken, WER mich zu dick findet und WAS die sich denken. Ich möchte mich richtig und gut fühlen. Davon ausgehen, dass mein dicker Hintern,  meine runden Oberschenkel und mein ausladender Busen zu mir gehören und zu mir passen! Ich möchte mich mit ihnen bewegen, der Welt anbieten, was an mir kombiniert wurde und es auf bestmögliche Art präsentieren. Mich wohl fühlen. Komplimente annehmen. Habe dazu zwei schöne Artikel gefunden.

Im Großen und Ganzen möchte ich zur Zeit nicht schlank sein, weil der Weg dahin noch sehr weit ist und es für mich nicht funktioniert, mich auf mein schlankes Ich zu konzentrieren, ohne mein JETZT - Ich abzulehnen. Mit Ablehung komm ICH nicht klar. (Auch was, woran man arbeiten kann: die erfolgreichsten Menschen sind die, die sich von einem "Nein" nicht zerschmettern lassen, sondern losgehen und sich noch weitere "Nein"s abholen, bis irgendwann mal ein "Ja" erklingt.)
Es gibt schon noch Stellen, an denen ich abnehmen möchte, wie die Innenseite meiner Oberschenkel oder am Bauch oder Rücken, aber da wirkt das Laufen.

Auch bei der Ausführung der 4 goldenen Regeln werde ich sanfter vorgehen.
Ich glaube, das Warten auf den Hunger "bedroht" mich manchmal unterbewusst. Vielleicht habe ich es auch manchmal zu sehr ausgereizt? mehr als 2 Mahlzeiten kann ich am Tag nicht essen, wenn ich mich nach den golden rules richte. Das gibt mir zu Denken. Aber genau das will ich sein lassen. Denn ergrübeln kann ich mir eine gesunde Lebensweise nicht. ich muss sie einfach angehen. Mit dem Haus voller Obst und Gemüse wird es mir schon gut gehn. Und immer, wenn ich jetzt losgehe und mir eine Packung Kekse kaufen will, tue ich das, freue mich darüber, aber ich frage mich auch, WARUM ich die jetzt haben will. Die Antwort kommt prompt und so kann ich an dem Problem arbeiten. (z.B. gestern: ich war bei einem Seminar für ein Programm, für das ich mich interessiere, dass aber sehr teuer ist... Ich hatte eine Entscheidung zu treffen und wollte mir für diese Entscheidung Zeit nehmen. 
Dass ZEIT  für diese Entscheidung NICHT NÖTIG ist, bemerkte ich erst, als ich in den ersten Oreo - Keks biss und mich fragte, "Warum isst Du denn jetzt und was willst Du wirklich?". "Ich esse, weil ich eine Entscheidung zu treffen habe, die ich nicht treffen möchte. Mich stresst das. Ich möchte alle Vorteile und keinen der Nachteile dieses Angebotes." 
Ich habe dann entschlossen, mir privat ein Programm zu suchen, das mehr zu mir passt und sich genauso gut in meinem Lebenslauf macht =). die Kekse haben sofort an Geschmack verloren, aber ich habe sie trotzdem aufgegessen... )


Ich bin sensibler geworden, was meine Gefühle angeht. =)
Jetzt wär's nur noch schön, wenn das Wegwerfen leichter fiele...

In der natürlichen Methode zu essen habe ich mein Putztuch gefunden. Paul McKenna und Geneen Roth haben mir geholfen, das zu sehen und anzugehen, was mir das Leben kompliziert. Zu diesen Punkten gehört auch meine kompulsive Art, alles auf einmal und sofort richtig zu bekommen (nicht nur beim Essen). Doch wie es der Spruch oben gut beschreibt, zerreib ich mich und mache mehr an mir kaputt, als heil, wenn ich zu hart mit mir umgehe.

Ich wünsche Euch einen wunderschönen Tag und hoffe, Ihr könnt heut so liebevoll wie eine Mutti mit ihrem Neugeborenen mit Euch selbst sein! Genießt es!  *happy J*
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Mittwoch, 9. November 2011

10 Kompetenzen für bewusstes Essen

ich habe wieder hunger!!!!
... also jetzt nicht mehr, denn ich habe grade gegessen, aber DAVOR hatte ich endlich wieder ganz normalen hunger, der ganz langsam kam, obwohl ich heute morgen gefrühstückt habe.

was jetzt anders ist als vor ein paar tagen kann ich gar nicht so genau sagen...
ich war gestern krank und nach dem zuviel - essen von letzter woche immernoch appetitlos, aber trotzdem die ganze zeit am essen!
ich wollte etwas ändern, also habe ich angefangen meine aufzeichnungen aus diesem blog nochmal zu lesen, ausserdem die bücher von paul mckenna, rüdiger dahlke und geneen roth nochmal zur hand genommen, mir das binge - eating - video von josielenore nochmal angeschaut (und irgendwann gemerkt, dass ich schon seit 8 stunden nichts gegessen hatte...).
meine schönste entdeckung war ein handout von Pavel Somov, Ph.D., über "Mindfull Eating". (Buch und Website heissen: eating the moment). da gibt's soo viel zu entdecken!



10 Kompetenzen für bewusstes Essen (laut Dr. Pawel Somow)


Trigger (Auslöser)- Steuerung trainierbar
Hunger (An-) Erkennung Kern-Kompetenz
  • Unterscheiden von Heißhunger und Hunger
Völlegefühl (An-) Erkennung Kern-Kompetenz
Ausweitung der Sättigung trainierbar
Kontrolle des Appetits trainierbar
  • mit Flüssigkeiten und Gerüchen auftanken
Prozessorientierung Kern-Kompetenz
bewusstes Emotionales Essen Kern-Kompetenz
  • Ansatz Schadensbegrenzung
  • Abbau des "Bewältigungs - Perfektionismus"
persönliche Philosophie des Essens trainierbar
  • Essen in die allgemeine Lebensphilosophie integrieren
  • Meditatives Essen
Heißhunger Kontrolle Kern-Kompetenz

bewusstes soziales essen trainierbar
  • festliche Essen mit Non-Food-Schwerpunkt
  • Verlagerung Fokus vom sozialen Gelage (social binge-eating) zum Probieren & Genießen

Hier habe ich zum ersten Mal den Begriff "Mindful emotional eating" gelesen.
Für mich war emotionales Essen immer eine Art Resignation und ein Zeichen dafür, dass ich und alle Bewältigungsstrategien versagt haben und wieder nur der Ausweg ins Essen bleibt (Bewältigungs - Perfektionismus = "ich muss das doch hinkriegen!"). Dr. Somow aber verteufelt das emotionale Essen nicht, sondern nimmt es - unter der Voraussetzung, dass es bewusst geschieht - mit ins Lebensprogramm auf. =) good news!
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Dienstag, 25. Oktober 2011

103 kg - 3 kilo in 2 wochen =) Abnehmen leicht gemacht

juuuuhu! okay, in dieser woche ist wiegewoche und *yayayay* ich wiege 103 kg!

also das war so: gestern nacht, beim heimkommen habe ich mich schon gewogen (wieder das gleiche wie letzte woche: ein bissi angst, ich könnte nichts abgenommen haben, weil sich mein körper zwar super anfühlt, aber eben wie meiner und nicht seltsam anders wie sonst beim abnehmen... also hab ich mich abends gewogen, damit ich dann 1kg abziehen kann, falls mir das ergebnis nich gefällt, denn normaler weise wieg ich mich morgens...). ich wog 104.2kg gestern abend.
das war schon der hit!

heute morgen zeigte die waage 102.7kg, aber da ich noch nich nüchtern bin von gestern, schlepp ich gewiss auch einen guten wasserverlust mit, also geh ich auf nummer sicher, runde auf und freu mich über die ge*len 3.3kg, die ich in den letzten 2 wochen abgenommen hab! =D

und damit möchte ich auch mal einen gruß senden, an alle, die abnehmen wollen, indem sie almased-schlamm trinken, hungern, fasten, kalorien zählen und sich täglich ärgern: ich hatte kuchen, mozartkugeln, kässpätzle und was weiss ich nicht alles. GLAUBT MIR! mit Genuss abnehmen ist der bessere weg


Erfolgs - Checkliste für gestern


1 Ich habe gegessen, wenn ich hungrig war
ja.
2 Ich habe nur das gegessen, was ich wirklich essen wollte
nein. ich wollte gar nix, hatte aber butterbreze und mozzarellabrötchen. oh und schokocroissant
3 Ich habe bewusst und aufmerksam gegessen
ja.
4 Ich habe aufgehört zu essen, als ich satt war
ja.
5 Ich habe Wasser getrunken
ja. reichlich
6 Ich habe mich bewegt
ja.
7 Ich habe mir die CD angehört
nein.
8 Ich habe die Spiegelübung gemacht
ja. SURPRISE!

Was ist mir heute positiv aufgefallen?
ich habe recht! wenn ich weiss, das ich eine gute idee hab und meine kollegen das - gott weiss warum - herunter spielen, muss ich mich nicht klein fühlen, denn es gibt noch immer knapp 7 milliarden menschen, die diese idee vermutlich gut finden. manchmal reicht auch ein einziger!

Auf was ich mich morgen freue...
entspannter vor-freitag und weiter entspannt und unbemerkt abnehmen
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Donnerstag, 20. Oktober 2011

Die innere Stimme - Netter zu sich selbst sein

Zitat von Samantha aus Sex and the City
 
You can't listen to every f*cking little voice that runs through your head.
It'll drive you nuts.
Zitat von Geneen Roth, 'Essen ist nicht das Problem'
 
Die [innere] Stimme vereinnahmt all Deine Kraft, Deine Leidenschaft und Deine Energie - und wendet sie gegen Dich. Weil sie etwas objektiv Wahres - dass Du zugenommen hast - meisterlich mit einem moralischen Urteil verknüpft - dass Du deshalb eine totale Versagerin bist -, fühlst Du Dich unterlegen und schwach, was Dich in der Folge anfällig dafür macht, Dich an die nächstbeste schnelle Lösung, das nächstbeste Wundermittel zu klammern. An irgendetwas, was das Gefühl, eine erbärmliche Niete zu sein, vertreibt.
Ereignis -> moralisches Urteil -> Gefühl von Schwäche -> Flucht / Lösung = Diät / Essen


Mit den Willenskraftmethoden und Diäten setzen wir am letzten Ende dieser Kette an und versuchen uns selbst mit aller Kraft davon abzuhalten, als einzige zu tun, was wir als Lösung und als Stresslöser kennen: zu Essen.
Wir haben uns bereits verurteilt, wir fühlen uns sowieso schon schwach und wir wissen schon, was wir jetzt gern tun würden, um dieses Gefühl zu überstehen, aber wir versuchen uns mit aller Gewalt davon abzuhalten. good luck!

Cleverer wär's, es gar nicht erst zu dem Schwächegefühl kommen zu lassen, sondern schon das moralische Urteil zu verhindern (sich gar nicht erst vom inneren Kritiker so zusammensche*ssen zu lassen!) einfacher ausgedrückt: man muss einfach NETTER ZU SICH ZU SEIN!

Die innere Stimme vereint all unsere strengen Erzieher, Kritiker und Bezugspersonen, deren Erwartungen wir gern entsprechen möchten: alle Nörgeleien von Mama, jedes Schimpfen und Zurechtweisen von Papa, jede Ermahnung unserer ehemaligen Lehrer... Alle Stimmen, die uns jemals eingebläut haben, wie die Welt funktioniert, wie wir zu sein haben und ob wir etwas falsch oder schlecht gemacht haben, tragen wir immernoch mit uns rum. in dieser ständig kritisierenden inneren Stimme! und die kann wirklich gemein sein! 

hab das gestern für mich bemerkt: war nur ein mini-kleiner moment, viel zu kurz eigentlich zum erzählen, aber - hehe - ich erzähl's natürlich trotzdem!

also:
mein chef steht ca. 3m entfernt in einer Besprechung, ich in einer anderen.
er schaut zu mir rüber und ich zwinker (!!!) ihm mit beiden augen einen gruß rüber und lächle.
er verändert seinen blick nicht, guggt mich weiter an, ich mache weiter mit dem was ich getan habe.
und gut is. ende der geschichte.

früher wär das so abgelaufen:
  • ich hätte erstmal gar nicht gezwinkert, sondern mich erstmal kontrolliert gefühlt
    ("warum guggt der jetzt? was will er? is was? seh ich grad komisch aus?
    mach ich was falsch?
    wie sehn denn meine haare heut aus?
    wirk ich fett in dem blazer?..."
    ... uuuund so weiter! )
    und verunsichert den blick abgewandt
  • oder ich hätte ihm reflexartig zugezwinkert, er reagiert nicht und ich denk mir
    "oh je, jetzt denkt er, du bist total bescheuert!
    der denkt sich jetzt 'was grinst die mich so an?'.
    warum lächelt der nich zurück, wenn man ihn anlächelt?
    er kann mich nich leiden. ich wusste es! war ja klar. das erklärt alles. ich kann hier nie was werden! so'n sche*ss.
    sche*ss firma. sche*ss alles!
    und ich grins auch noch wie'ne bekloppte. ich will hier weg!..."
    ... uuuuund so weiter! =)

zum glück hab ich das alles in dem moment NICHT gedacht. klar hab ich meine innere stimme noch, aber sie wird leiser, je mehr ich mich mit meinen Gefühlen und meinem Körper beschäftige. und vor allem wird mir schneller klar, dass sie blödsinn redet.

Keine Situation ist an sich stressig. Das ist immer die Interpretation der wahrnehmenden Person!
und wenn ich lächle und er guggt, dann is genau das passiert: ich hab gelächelt, und mein chef hat geguggt. mehr nich. nix von alledem, was in meinem kopf stattfindet und sich komplett gegen mich richtet ist wirklich passiert.
Samantha Jones hatte recht: man kann nicht jeder Stimme in seinem Kopf zuhören! alles. ist. gut. =D

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"Moralisches Urteil und begründeter Zweifel"
"Moral und Umwelt" Stufentheorie erklärt
Wikipedia - Stufentheorie noch einfacher erklärt
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