• listening to janet's body

    ich höre auf mit diäten und begreife endlich, wie man NORMAL isst! da ich meine emotionen jetzt nicht mehr mit unmengen von essen im zaum halte, sondern selbst in die hand nehme, gibt es für mich jetzt viel zu denken, viel zu tun, viel zu lernen. und viel zu schreiben. ich werde ehrlich sein, und sehr persönlich.

  • 2012 - Die ersten 90 Tage

    mein Vorhaben für's neue Jahr: den 90 Tage Erfolgsplaner von Paul McKenna durcharbeiten und schauen, was passiert. Zum Mitlesen und Mitmachen für ALLE!.

  • Selbstsabotage - was soll das?

    ich habe also meine hausaufgaben gemacht: Selbstsabotage (gemischte Gefühle in Bezug auf Veränderungen), Ursachen, Lösungen...

  • Klarkommen!

    ich habe mir angewöhnt, emotionen (zuviel happiness, zuviel trauer oder panik) mit essen in den griff zu kriegen und zu unterdrücken. DAMIT IST JETZT SCHLUSS! jetzt werden emotionen direkt bearbeitet!

  • Anpacken! Lösen statt beruhigen

    Du hast keinen Hunger und willst trotzdem essen? Wie kommt es dazu und was kann man unternehmen, um das zu verhindern? Die Wissenschaftlichen Hintergründe und eine praktische Anleitung gibt es hier:

Mittwoch, 21. März 2012

Willenskraft vs. Vorstellungskraft

Als ich angefangen habe, WIRKLICH langsam zu essen, mein Essen wirklich gründlich zu kauen, bis es komplett zerlegt und flüssig ist (sorry für die Detail - Treue hier, aber entweder erzähl ich Euch alles, oder gar nichts, denke ich... Das ist übrigens die Fletcher - Technik.) habe ich wirklich 1000 neue Geschmäcker entdeckt, die ich vorher, beim schnell - Essen nicht bemerkt habe. Tatsächlich gibt es jetzt Lebensmittel (wie zum Beispiel die Muffins von McDonalds), die ich nicht mehr essen mag, weil sie nach dreimal Kauen so unglaublich künstlich und eklig schmecken, dass es mir den Appetit verdirbt. Und ich habe die Dinger geliebt!!!

Gerade, wenn man seine Ernährungsweise ändern will, ohne sich auf die Willenskraft - Methode zu verlassen, ist diese Genuss - Übung ein wichtiges Werkzeug. 
Denn Genuss ist uns allen wichtig und ich brauche keine Vernunft und keine Willenskraft, um mich von McDonalds Muffins fern zu halten. Ich musste mir nur einmal Zeit nehmen und herausfinden, dass diese Dinger nur oberflächlich lecker sind, man sie aber nicht wirklich genießen kann!

josielenore hat das in ihrem Video über "Willpower" gut dargestellt. Was wir wollen ist immer abhängig von zwei Dimensionen: Gefühl und Zeit. Entweder etwas fühlt sich gut an, oder schlecht und das jetzt oder später. Daraus ergeben sich für uns 4 grundlegende Motivationszustände: 
  • Dinge, die wir tun wollen (fühlen sich jetzt und später gut an),
  • Dinge, die wir tun sollten (fühlen sich jetzt nicht so toll an, aber dafür später), 
  • Dinge, die wir nicht tun sollten (fühlen sich jetzt großartig an, später aber furchtbar) und
  • Dinge, die wir nicht tun wollen (fühlen sich jetzt und später schlecht an).
  •  

Die Dinge, die wir "sollten" und "nicht sollten", sind die Dinge, die uns Willenskraft abverlangen. Hier fällt die Entscheidung nicht so leicht.
Mit der oben genannten Übung schubsen wir Sachen / Lebensmittel / Handlungen aus den Willenskraft - Kategorien in die Kästchen, die uns leicht fallen! Durch die Genuss - Übung sind die knatschigen McDonalds Muffins für mich nicht mehr "ich sollte nicht"s, sondern "ich werde nicht"s geworden. Ganz klar.
und durch diese Erfahrung wurde aus "ich sollte" langsam essen, "ich will" langsam essen, denn nur so erkenne ich mein Essen wirklich und das will ich! 


Besser kann ich das gerade nicht erklären, aber ich hoffe, dass ich klar machen konnte, WIE großartig diese Übung ist und wie sie den entscheidenden Unterschied in der intuitiven Ernährung darstellen kann. 

Viel Erfolg damit und guten Appetit!
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Freitag, 9. März 2012

Schönheitsideale

Mein Vater ist Afrikaner, meine Mutter ist Deutsche. Das macht meine Haut mittelbraun, meine Haare kraus und, wenn ich meiner Mutter glauben darf, meine Oberschenkel kräftig und meinen Hintern groß. Ich bin 1,79m groß.

Aufgewachsen bin ich in Deutschland und dort bin ich auch in die gängigen Schönheits- / Schlankheitsideale hineingewachsen, denen ich nicht entspreche: zartes Püppchen würde zu mir niemand sagen!

Schwarze Frauen in Amerika lassen nicht so sehr vom westlichen Schönheitsideal beinflussen, das ihnen aus den Medien vorgegeben wird. Es gelingt ihnen, sich als Gemeinschaft dagegen abzugrenzen und sich nicht an "weissen" Idealen zu messen.

Mir ist das als Halbafrikanerin in Deutschland ohne Anschluss an eine schwarze Community nicht gelungen. Ich wollte immer gern genauso wenig wiegen, wie meine Freundinnen. Erst Jahre später beim Durchgehen alter Fotos habe ich verstanden, dass das Unsinn war, weil ich einen ganz anderen Körperbau als sie hatte und immer schon einen Kopf größer war, als meine Mitschülerinnen.

Erst jetzt wird mir klar, dass ich in meiner Statur vielleicht einfach wirklich anders gedacht bin, als alle Figürchen, die ich so kenne und, dass das nicht unbedingt eine schlechte Nachricht ist.
Dem europäischen / westlichen Schönheitsideal nicht zu entsprechen heisst nicht gleichzeitig, dass man nicht schön ist!

Alle Schönheitsideale haben den gleichen Kern: Gesundheit und Vitalität (evolutionär vorteilhafte Eigenschaften). Ich glaube, dass sich dieser Kern überträgt, d.h., dass auch Europärer Dich als schön wahrnehmen, selbst wenn Du einem afrikanischen Schönheitsideal entsprichst und nicht dem europäischen.

Und das bringt mich zum Punkt: wie bin ich denn nun gedacht?
In einem Artikel im Dieting & You Blog habe ich zum ersten mal gelesen, dass schwarze Frauen unter Umständen "dicker" sein können, als weisse, und trotzdem gesund. Das soll vor allem an der unterschiedlichen Körperstruktur liegen, die die stärkere Fettablagerung in am Hintern und den Oberschenkeln begünstigt, ohne dass sich dabei das Risiko für Cardio-vaskuläre Krankheiten  erhöht. (Das soll jetzt kein Aufruf zum Dicksein sein, sondern Bewusstsein dafür schaffen, dass die Zahlen, an denen wir uns immer messen nicht notgedrungen für uns gelten müssen. Jemand kann auch schon beim BMI 27 schlank sein!).

Eine Studie von Dr. Peter T. Katamarzyk (hier nochmal genauer) zeigt, dass der BMI (Body Mass Index, der angibt, ab wann gesundheitliche Risiken aus dem Verhältnis von Körpergewicht zu Körpergröße ableitbar sind) und der Hüftumfang (Waist2Hip - Ratio; auch ein Maß für Gesundheitsrisiken) nicht 1:1 auf Frauen afrikanischer Abstammung anzuwenden ist.
Adipositas Grad 1 beginnt demnach für Afrikanerinnen erst ab BMI 33 (statt 30) und der Hüftumfang durfte mit 97cm 5cm weiter sein, als bei weissen Frauen, und galt trotzdem noch als gesund. Wohlgemerkt: das gilt nur für Frauen! Für Männer waren die Werte mehr oder weniger gleich und unabhängig von der ethnischen Zugehörigkeit.

Die korrigierte Schwelle vom Normalgewicht zum Übergewicht wird in dieser Studie nicht geklärt.
Wenn ich jetzt annehme, dass auch für das Normalgewicht 3kg/m² draufgerechnet werden dürfen, dann läge mein Soll - BMI bei 27, entspricht 85kg. Damit könnte ich prima leben!

Eure Gedanken:
Was sind Eure Erfahrungen mit Schönheitsidealen?
Welchen Idealen hängt Ihr selbst an? Welche quälen Euch? Oder entsprecht Ihr einem bestimmten Ideal? Ich finde das ein super - interessantes Thema und freue mich, von Euch mehr zu erfahren!
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Mittwoch, 7. März 2012

Behutsam an den eigenen Fehlern arbeiten - Das Putztuch

„Wenn jemand etwas Tadelnswertes am Gesicht seiner Seele findet, dann wische er es ab mit dem zarten Tuch der Menschlichkeit Christi. Er hüte sich aber davor, rau oder bitter an seinen Flecken herumzureiben, nämlich ohne sich der göttlichen Güte bewusst zu sein; denn wenn er zu hart reibt, zerreißt er mehr, als dass er heilt.“
Mechthild von Hackeborn (deutsche Mystikerin, 1241–1299)


Habe diesen Spruch heute morgen per email erhalten und hab mich sehr angesprochen gefühlt.
Für alle, die die Worte "Christi" und "göttlich" abschrecken, schlag ich vor, die Wörter einfach zu überlesen. Der Text funktioniert dann immernoch! =)


Ich merke immernoch, dass mir Paul McKenna gut tut, auch, wenn ich zur Zeit nicht mehr auf's Abnehmen bedacht bin. Ich habe beschlossen, dass es meine größte Aufgabe ist, mich erstmal selbst zu lieben, sorgsam und liebevoll mit mir umzugehen und positiv zu sein. =)
Die vier goldenen Regeln möchte ich für mich selbst befolgen, aber im Moment befolge ich sie eher, weil ich denke, dass ich so endlich wieder ein "gesellschaftsfähiges" und "vorzeigbares" Essverhalten bekomme. Einfache Regeln, die keiner ankreiden kann, mit denen ich unangreifbar bin, und dazu sind sie ja nicht da.
Unangreifbar muss ich mich schon selbst machen. Und zwar endlich nicht durch dicke Mauern und tausend Schutzwälle, sondern durch Selbstbewusstsein, innere Stärke und das Vertrauen, dass es immer jemanden gibt, der mich so mag, wie ich bin: Mich!

Ich möchte nicht drüber nachdenken, WER mich zu dick findet und WAS die sich denken. Ich möchte mich richtig und gut fühlen. Davon ausgehen, dass mein dicker Hintern,  meine runden Oberschenkel und mein ausladender Busen zu mir gehören und zu mir passen! Ich möchte mich mit ihnen bewegen, der Welt anbieten, was an mir kombiniert wurde und es auf bestmögliche Art präsentieren. Mich wohl fühlen. Komplimente annehmen. Habe dazu zwei schöne Artikel gefunden.

Im Großen und Ganzen möchte ich zur Zeit nicht schlank sein, weil der Weg dahin noch sehr weit ist und es für mich nicht funktioniert, mich auf mein schlankes Ich zu konzentrieren, ohne mein JETZT - Ich abzulehnen. Mit Ablehung komm ICH nicht klar. (Auch was, woran man arbeiten kann: die erfolgreichsten Menschen sind die, die sich von einem "Nein" nicht zerschmettern lassen, sondern losgehen und sich noch weitere "Nein"s abholen, bis irgendwann mal ein "Ja" erklingt.)
Es gibt schon noch Stellen, an denen ich abnehmen möchte, wie die Innenseite meiner Oberschenkel oder am Bauch oder Rücken, aber da wirkt das Laufen.

Auch bei der Ausführung der 4 goldenen Regeln werde ich sanfter vorgehen.
Ich glaube, das Warten auf den Hunger "bedroht" mich manchmal unterbewusst. Vielleicht habe ich es auch manchmal zu sehr ausgereizt? mehr als 2 Mahlzeiten kann ich am Tag nicht essen, wenn ich mich nach den golden rules richte. Das gibt mir zu Denken. Aber genau das will ich sein lassen. Denn ergrübeln kann ich mir eine gesunde Lebensweise nicht. ich muss sie einfach angehen. Mit dem Haus voller Obst und Gemüse wird es mir schon gut gehn. Und immer, wenn ich jetzt losgehe und mir eine Packung Kekse kaufen will, tue ich das, freue mich darüber, aber ich frage mich auch, WARUM ich die jetzt haben will. Die Antwort kommt prompt und so kann ich an dem Problem arbeiten. (z.B. gestern: ich war bei einem Seminar für ein Programm, für das ich mich interessiere, dass aber sehr teuer ist... Ich hatte eine Entscheidung zu treffen und wollte mir für diese Entscheidung Zeit nehmen. 
Dass ZEIT  für diese Entscheidung NICHT NÖTIG ist, bemerkte ich erst, als ich in den ersten Oreo - Keks biss und mich fragte, "Warum isst Du denn jetzt und was willst Du wirklich?". "Ich esse, weil ich eine Entscheidung zu treffen habe, die ich nicht treffen möchte. Mich stresst das. Ich möchte alle Vorteile und keinen der Nachteile dieses Angebotes." 
Ich habe dann entschlossen, mir privat ein Programm zu suchen, das mehr zu mir passt und sich genauso gut in meinem Lebenslauf macht =). die Kekse haben sofort an Geschmack verloren, aber ich habe sie trotzdem aufgegessen... )


Ich bin sensibler geworden, was meine Gefühle angeht. =)
Jetzt wär's nur noch schön, wenn das Wegwerfen leichter fiele...

In der natürlichen Methode zu essen habe ich mein Putztuch gefunden. Paul McKenna und Geneen Roth haben mir geholfen, das zu sehen und anzugehen, was mir das Leben kompliziert. Zu diesen Punkten gehört auch meine kompulsive Art, alles auf einmal und sofort richtig zu bekommen (nicht nur beim Essen). Doch wie es der Spruch oben gut beschreibt, zerreib ich mich und mache mehr an mir kaputt, als heil, wenn ich zu hart mit mir umgehe.

Ich wünsche Euch einen wunderschönen Tag und hoffe, Ihr könnt heut so liebevoll wie eine Mutti mit ihrem Neugeborenen mit Euch selbst sein! Genießt es!  *happy J*
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Sonntag, 19. Februar 2012

es läuft.

die Laufchallenge ist gut gestartet. jeden morgen war ich an den letzten drei Tagen unterwegs. Spaß macht es wahrscheinlich aber erst in 30 Tagen. =/

Das Gute ist wirklich, dass ich so wenig von mir verlange. Mein innerer Schweinehund rafft sich zu keinem Streit auf, da es ja wirklich nur um ein paar Minuten geht. Rinn in die Klamotten, runter, ein- zweimal um den Block, fertig.

Ich bleibe dran und berichte.
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Freitag, 17. Februar 2012

Abnehmen mit der Zeitmaschine

Auf der Suche nach Hilfe beim Visualisieren bin ich auf den Service my virtual Modell gestoßen. Firmen, wie H&M benutzen ihn, um uns eine virtuelle Umkleidekabine zur Verfügung zu stellen, in der man alle Klamotten aus der aktuellen Kollektion anprobieren kann und sehen, wie man darin aussieht. Man kann sogar ein Foto mit seinem eigenen Gesicht hochladen, damit es realistischer wirkt. Für alle unter uns, die bei der Visualisierung ihres schlanken Ichs etwas Unterstützung brauchen, lässt sich dieser Service herrlich zweckentfremden:

105 kg 95 kg 90 kg

Ja, zwischen 105 und 95 kg zeigt mir das Programm einfach mal gar keinen erkennbaren Unterschied an. Für die kleinen Veränderungen ist es also nicht so hilfreich. aber schon bei 90 Kilo sehe ich einen klaren Unterschied der mir gut gefällt. yeah! Also mit Klamotten würde das dann so aussehen:


so seh ich heute aus. und so mit 90 kg 78 kg


Ich find das wirklich cool!
Sowas habe ich schon lange gesucht, um die "Behavioral Time Machine" - die Verhaltenszeitmaschine - für mich nutzbar zu machen. Und zwar haben Wissenschaftler herausgefunden, warum es den Menschen schwerfällt, durch einen Verzicht im Jetzt etwas gutes für sich selbst in der Zukunft zu sorgen.

"Enthaltsam von einem Vergnügen zu sein, das in unserer Macht liegt, oder ferne Ergebnisse anstatt sofortigen zu suchen, gehört zu den schmerzhaftesten Anstrengungen des menschlichen Willens."
N.W. Senior 1836

Laut Prof. Shlomo Benartzi liegt das daran, dass es uns schwer fällt, uns mit unserem zukünftigen Selbst in Verbindung zu bringen. Wir sparen und verzichten für Unbekannte in der Zukunft.
Es erfordert viel Selbstdisziplin, sich um eine theoretische Version von sich selbst zu bemühen und die Versuchungen sind oft größer.
"Es ist ein ungleicher Kampf zwischen unserem 'Jetzt - Ich' und unserem 'Zukunfts - Ich', denn nur ein Ich von diesen beiden ist anwesend, wenn wir Entscheidungen treffen, die beide betreffen!", sagt Daniel Goldstein, der Erfinder der Behavioral Time Machine.

Wenn Menschen aber ihren zukünftigen Ichs ausgesetzt werden, nehmen sie plötzlich mehr Rücksicht auf sie. Bewiesen und genutzt wird diese Erkenntnis nun von Banken. In einem einfachen Computerprogramm wird das aktuelle Gesicht eines Kunden und eine Darstellung des gleichen Kunden in seinem Rentenalter dargestellt. Dann gibt es einen Regler, wieviel man sparen möchte und wann man damit anfangen will, den man zwischen dem aktuellen Alter und dem Rentenalter verschieben kann. Wenn man gleich heute anfängt zu sparen ist das aktuelle Gesicht so mittelmäßig zufrieden, während das Rentnergesicht strahlt! Verschiebt man den Regler weiter in richtung höheres Alter, wird das alte Gesicht immer trauriger und unglücklicher, während der junge Mensch eine Riesenfreude hat.
Dieses Experiment hatte großen Einfluss auf das Verhalten der Teilnehmer. Viele von ihnen waren bereit 2 - 3 mal soviel zu sparen, wie vor dem Experiment.

Wenn ich nicht natürlich und intuitiv esse und nie abnehme, dann werde ich im Alter so aussehen:
Ich wäre darüber sehr traurig. Nicht, weil mir die Figur nicht gefällt, sondern, weil ich es dann verpasst hätte, mal wirklich schön gewesen zu sein. 
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Donnerstag, 16. Februar 2012

something new: Laufen

mir ist aufgefallen, dass ich zur Zeit gar nichts Neues mache (ausser, mit meinem neuen Leben klar zukommen, aber wenn man's genau nimmt, sind das jetzt exakt 30 Tage und ich bin gut angekommen...).

Es ist also Zeit für ein neues Vorhaben und *nana  (großes Danke!)  hat mich da auf eine Idee gebracht:

Sie wird in Köln am Women's Run teilnehmen (sry, Liebes, dass ich das hier so rausposaune, aber wir sind ja unter uns) und ich muss sagen, dass sieht aus, als könnte es Spass machen! Den Run gibt's auch in anderen Städten, wie z.B. Hamburg, München oder Wien!

Da ich mit Laufen so gar nix am Hut habe (bin eher die Walkerin), werd ich bei Null anfangen. Für die nächsten 30 Tage möchte ich jeden Tag eine Minute mehr laufen, als am Tag davor.

(das ist ganz praktisch, denn 30 Minuten Laufen entsprechen bei geübten Läufern 5 km und das ist die kleinste Distanz für die man sich beim Women's Run anmelden kann ;) *yay* )

Ich glaube, das entspricht auch den Tagesaufgaben von dieser Woche: jeden Tag ein bisschen zu tun.
In diesem Sinne gehe ich morgen EINE MINUTE lang joggen (Ha! cool) und muss mich dabei nicht mal lächerlich fühlen, weil ich weiss, dass ich damit den Grundstein lege, für einen 5 km Lauf im Sommer / Herbst.
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Donnerstag, 9. Februar 2012

An schlechten Tagen lernt man mehr

schlechte tage gehören dazu. an schlechten tagen lernt man mehr (voraus gesetzt, man möchte etwas lernen). heute z.B. hab ich einen relativ schlechten tag (klartext: ich hatte heute einen heftigen fressanfall, mitten am tag)
aaaber, auch wenn ich nicht genossen habe, nicht aufgehört habe, als ich satt war (hatte von anfang an keinen hunger.), so habe ich doch zumindest sachen gegessen, die ich wirklich wollte. und somit habe ich 1 plus in meiner liste. eine von 4 goldenen Regeln ist erfüllt! und das werden auch wieder mehr.

im Abnehmforum wollte ich einer Teilnehmerin Tipps geben, wie die Fehleranalyse besser klappen kann und habe dabei mehr mir selbst als ihr geholfen ;)

"für's Zuviel - Essen gibt immer einen grund. entweder hunger, oder eben einen anderen. und oftmals sind diese gründe super banal. (meine persönlichen favoriten: "das krieg ich sonst nie zu essen" und "wenn die packung schonmal auf ist...". =) ) 
(hat auf den ersten blick beides mit gefühlen nichts zu tun, sind aber beides beispiele für das gefühl, nicht genug zu bekommen ("das gute Zeug, bevor das schlecht wird... (und ich dann nichts mehr davon hab!)"), im leben wie beim essen.)

die extremen Gefühle (Angst, Ärger, Scham) sind nur die AUSLÖSER für die fressanfälle oder das schleichende Überessen, das Naschen etc.
Die GRÜNDE aber liegen in den tiefen Gefühlen, vielleicht auch in festsitzenden alten Mustern, die es aufzudecken gilt.

und das mit dem NICHT GENUG BEKOMMEN ist grad wieder ein großes Thema.
Ich werde dieses Jahr ja nicht arbeiten und habe Zeit, alles zu tun, wovon ich geträumt habe und was ich immer schon wollte.
ich habe mich zum studium angemeldet und bin viel am organisieren und Dinge in den Terminkalender schreiben, aber irgendwie habe ich langsam das Gefühl, dass ich und meine Träume in diesen vollen Terminkalender nicht mehr reinpassen.
Ich weiss auch grad gar nicht, was meine Träume eigentlich waren.
ich werde unruhig, weil ich Angst habe, dass dieses Jahr vorbei gehen könnte, ohne dass ich es geutzt und alles getan habe, wovon ich geträumt hatte! Ich habe Angst, von diesem Jahr nicht genug zu bekommen.

Ha! krass, oder? Da wär ich wahrscheinlich ewig nicht drauf gekommen!
Mein innerer Stress und die Sorge, nicht genug für mich selbst zu tun war der Grund für meinen Fressanfall, der Stress im Supermarkt war nur der Trigger / Auslöser!

Ich habe also sofort eine (laaange) Liste mit Dingen gemacht, von denen ich A) glaube, dass sie dringend erledigt werden müssen und B) die ich gerne tun würde, wenn ich alles tun könnte, was ich will.
dabei ging's mir auch schon viel besser!  Zeitweise war ich richtig ruhig. =)

Wenn ich während dem Aufschreiben meiner Liste an Knackpunkte gekommen bin (unbequemes, unvorstellbares, oder Dinge, wo man sich erstmal fragt, wie soll ich das denn bezahlen?!) dann habe ich richtig bemerkt, wie auch der Hunger wiederkam. Also ich habe es weniger bemerkt, als gesehen:
Auf einem Tisch am anderen Ende des Zimmers lag eine Tafel Schokolade und jedes Mal, wenn ich die Hand ins Silberpapier der Packung steckte, fragte ich mich: "Wie bist Du jetzt hierher gekommen? Eben war doch noch alles toll. Was ist das Problem?!" =)

Es ist, wie Geneen Roth sagt:
"Use your relationship with food as the path to everything that matters.
This can become an essential part of your life practice."
Meine Beziehung zum Essen kann wirklich der Wegweiser sein! Ich weiss, dass ich zum Essen greife, wenn ich stress habe und ich weiss auch, dass ich meinen Stress oft nicht erkenne, sondern lieber ziehe ich auf Teufel-komm-raus durch, was ich angefangen habe. Wenn ich das jetzt weiss kann ich 1 und 1 zusammennehmen und das Essen nutzen, um meinen Stress zu erkennen und mich zu fragen, was los ist. (Vielleicht sollte ich jetzt immer eine Tafel Schoki auf dem Tisch liegen haben?)

eine gute Freundin sagt immer zu mir: "Fräulein Janet, Ihr Hirn ist ihr größter Feind!". recht hat sie.
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Dienstag, 7. Februar 2012

emotionales Essen - Fressanfall

ich muss was nachtragen: heute hatte ich eine halbe binge attacke, nachdem mir beim einkaufen mein gesamter einkaufkorb runtergefallen, eine flasche öl und ein glas oliven kaputtgegangen sind und der ganze kassenbereich geschlossen werden musste. die frau hinter mir hatte mich gestresst, das zeug ist runtergefallen, die verkäuferin meinte "wir haben soooo schöne einkaufswägen!", keiner hat auch nur anstalten gemacht, mir beim aufheben zu helfen. es hat genervt. ich war vorher schon müde und mir ist eh schon den ganzen tag alles runtergefallen. aber da war alles beisammen:
- müdigkeit
- spannung
- ärger
- scham

mehr braucht's ja nicht für einen fressanfall!

ich hab dann gleich danach (in einem anderen geschäft) ein corny gekauft und angefangen zu essen. und auch zuhause ziemlich lange nicht aufgehört. naja. ist vorbei jetzt. aber mein magen hat so doll gespannt. furchtbar. das bringt mich zu folgender beobachtung:

die übungen für emotionale intelligenz von heute und dieser Woche sind großartig zum Vorbeugen von emotionalem Essen. aber was tun, wenn's akut ist?

natürlich kann man sich vorbereiten, und es wird vielleicht seltener vorkommen, dass wir wütend, gestresst etc. sind, aber nichts-desto-trotz: es wird vorkommen. was dann?
ich habe schon eine SOS - Strategie für Heisshunger, aber eine SOS - Methode gegen Fressanfälle, gegen das "egal was, ich will mich betäuben" - Essen habe ich noch nichts (Naja, die Klopftechnik). Lese gerade "Healing Your Appetite, Healing Your Life" von  Doreen Virtue, da gibt's einige Ansätze. bald mehr zu dem Thema! da ist Handlungsbedarf!
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Montag, 23. Januar 2012

Emotionales Essen - Hintergründe


Für alle, denen Englisch nicht so liegt, habe ich hier mal dieses Video transkribiert. uff!
Ich weiss leider nicht, auf welche Studien Josie sich hier bezieht. Mal fragen...


Studien zeigen, dass es zwei verschiedene Arten gibt, wie wir mit Stressfaktoren umgehen:
- entweder daran arbeiten, den Stress abzuwenden, zu ändern, sodass die Situation weniger stressig ist, oder, 

- wenn man glaubt, dass man es nicht ändern kann, die Energie nach innen wenden und versuchen, sich selbst zu beruhigen und den schlechten Gefühle, die aus dem Stressor entstehen, aus dem Weg zu gehen oder diese Gefühle zu managen. 
Und dieses Verhalten wird durch die Bank mit emotionalem Essen in Verbindung gebracht. Ebenso mit Depression, Angst, geringer Zufriedenheit mit dem Leben und einer ganzen Litanei von anderen psychischen Erkrankungen.

Das wird "Emotional - orientierte Stressbewältigung" genannt, aber unter uns werde ich es einfach "Trösten und Beruhigen" gg. "Anpacken und Lösen" nennen.


Und was interessiert uns das?
Studien zeigen übereinstimmend, dass Menschen, die
"Trösten und Beruhigen" als Bewältigungsstrategie wählen, anfälliger für Essstörungen sind. Es wurden Studien mit Bulimikern und Anorexikern durchgeführt und ergaben, dass diese im Vergleich zu Menschen ohne Essstörungen bedeutend öfter von der "Emotional - orientierte Stressbewältigung" Gebrauch machten, als von aktiver Problemlösung. 

Aber was für uns wirklich aufregend ist, ist, dass es absolut Hoffnung gibt, denn man kann erlernen, Probleme zu lösen, statt sich zu trösten und zu beruhigen:In einer Studie mit selbstmordgefährdeten Jugendlichen wurden diesen aufgabenorientierte oder lösungsorientierte Bewältigungsstrategien beigebracht und befunden, dass ihre depressiven Eigenschaften usw. sich verringerten.  

Das Erlernen des Problem - Lösens hilft uns nicht nur, Gewicht zu verlieren, indem wir aufhören, emotional zu Essen; es spielt auch eine wichtige Rolle beim Erhalten dieses neuen Gewichts. 
so gab es eine Studie, die Menschen, die abgenommen hatten und ihr neues Gewicht hielten mit Menschen verglich, die Gewicht verloren, danach aber wieder zugenommen hatten, und mit Menschen, die noch nie Gewichtsprobleme gehabt hatten.
man fand heraus, dass die Leute, die ihr Gewicht wieder zugenommen hatten, sich stark auf die wohltuende Art der Stressbewältigung
stützten, während die Menschen, die es verloren hatten und hielten, sowie die Menschen, die noch nie Gewichtsprobleme hatten, sich stark auf das Problemlösen verlassen. 

Aber hier kommt der spannende Teil: die Gewicht - Halter erzielten mehr Punkte im Probleme - direkt - Lösen  als die Menschen, die nie Probleme mit dem Essen hatten!
wie ich immer schon vermutet habe: wir können am Stärksten werden ab unserer schwächsten Stelle. das ist wie mit den gebrochenen Knochen: an dem Punkt, an dem der Knochen heilt, ist er so viel stärker, als er es vorher war, fast unzerstörbar!

Jetzt vertrauen einige von uns noch auf die emotionale, beruhigende Art der Stressbewältigung. Aber wir können diesen neuen Weg lernen und lernen, ihn anzuwenden und dann werden wir weit besser darin sein, als diejenigen, die noch nie damit zu kämpfen hatten! das ist wirklich aufregend.Also, was ist die lösungsorientierte Stressbewältigung und was müssen wir dafür tun?

direkt nach meinem letzten Video hab ich mich auf die unermüdliche Suche nach dem heiligen Gral der Informationen gemacht und ich dachte wirklich, ich würde diesen 8 Stufen von Dingen finden, die mir im Leben nie eingefallen wären, aber alles was ich über aufgabenorientierte Bewältigungsstrategien finden konnte war wie wirklich grundlegende Problemlösung:- Das Problem zu identifizieren,
- Prüfung der verschiedenen Lösungen,

- Anwendung die Lösungen,
 

- Bewerten.

ganz einfach.
"wie bitte?!"Aber dann las ich etwas, was mir half, zu verstehen: Es ist sehr situationsabhängig, welchen Stil der Bewältigung Menschen zu wählen neigen. Die gute Nachricht ist, dass wir die Lösungorientierte  Art der Bewältigung alle schon anwenden. Wir können also von uns selbst lernen!

In
bestimmten Bereichen unseres Lebens haben wir
in einem sehr jungen Alter Hilflosigkeit erlernt.
Wir lernen, dass wir machtlos sind in bestimmten Bereichen und für mich sind das vor allem zwischenmenschliche Dinge. Ich meine, ich war zehn Jahre lang Datenbank-Architektin. Es war ein Arbeitsumfeld mit enorm hohem Druck, aber für mich war's immer in Ordnung. kein Problem. und dann wurde ich selbständiger Hochzeitsplaner! Also, ich habe Dinge erlebt... es ist so interessant für mich zu erkennen, dass ich einerseits eine Art Rock-Star Problemlöser, aufgabenorientierte Stressbewältigerin in bestimmten Bereichen meines Lebens sein kann und dann in  anderen Bereichen bin ich wie eine Zweijährige!Aber das ergibt Sinn. Letztes Mal haben wir über erlernten Hilflosigkeit gesprochen: der Stressor kommt und wir glauben, wir können nicht damit umgehen.
Ich persönlich habe in einem sehr jungen Alter gelernt, dass ich über bestimmte zwischenmenschliche Dinge einfach keine Macht hatte. wenn sich also etwas zwischenmenschlich
eklig anfühlte, musste ich es einfach runterschlucken und mich trösten und beruhigen. das war die einzige Macht, die ich hatte. überlegt mal: wenn du ein Kind bist und deine Mutter ist ein wenig mürrisch, ein wenig nicht - süß... dann hast Du wirklich keine Macht, du musst bei Mama bleiben. alles, was du jetzt tun kannst, ist lieb zu dir zu sein und dich zu verhätscheln. und wisst ihr was? es ist egal, ob es Cupcakes waren oder was auch immer, was ich gebraucht habe, um mich zu beruhigen ... es war gut für mich! denn es war das Beste, was ich damals tun konnte, um auf mich selbst aufzupassen. und das gleiche gilt für Euch! Wir tun IMMER das Beste was wir können, um uns gut um uns zu kümmern! Also bloß kein Urteil oder Verdammen unseres früheren Verhaltens! Ist es nicht Oprah Winfrey, die sagt: "Wenn Du es besser weisst, wirst Du es besser machen!". wir lernen noch!

zur Bestätigung dieses Fakts, stellten Forscher fest, dass ablehnende und strafende Erziehungsstile (Strafe ist etwas anderes als Disziplin) Kinder hervor brachten, die emotionsorientierten Bewältigungsstrategien nutzen. Das ergibt durchaus Sinn, oder?
 

es ist wie mit den Elefanten - Trainern. wenn Elefanten noch sehr jung sind, bindet man ihnen ein Seil um ihr Bein und macht sie an einen Pfosten fest. der Elefant lernt, dass er sich davon nicht befreien kann. wenn der Elefant ausgewachsen ist und was-weiss-ich-wie-viele Tonnen wiegt,  brauchen die Trainer immernoch nur ein wirklich kleines Seil, weil der Elefant glaubt, dass er das Seil nicht zerstören kann.
es war wahr, als er klein war.
Jetzt es ist nicht mehr wahr.
mein Leben und für Eures gilt das Gleiche! vor allem zwischenmenschlich, wenn etwas nicht meine Bedürfnisse erfüllt oder für mich einfach nicht funktioniert, stecke ich in diesen Situationen nicht mehr fest.
Ich habe damals festgesteckt. und ich lerne jetzt den Unterschied.aufgabenorientierte Stressbewältigung: ganz normale grundlegende Problemlösung. noch etwas Bemerkenswertes, was ich in den Studien gefunden habe: was die Leute tun, die auf emotional orientierte oder beruhigende Art ihren Stress bewältigen:
 

- sich Luft machen. man denkt, "Oh, ich will mir nur Luft machen und ich werde besser fühlen.", aber tatsächlich zeigen Studien, dass man sich nicht besser fühlt. Man fühlt sich schlechter, weil man  nochmal alles durchlebt. und der arme Mensch, bei dem Du Dir Luft machst, muss es auch durchleben. das hilft also nicht.
- man
fand auch heraus, dass die "Tröster und Beruhiger" sehr viel über das Problem grübeln. (Link zu Depression). Auch das ergibt Sinn: wenn etwas wirklich stressig und man der Meinung sind, dass man nicht in der Lage ist, es zu ändern und dazu kommt dann noch, das man ständig darüber nachdenkt - das ist definitiv ein Rezept für einen Cocktail für Depressionen. - und die Mädchen - Methode: Ablenkung und Vermeidung (hier kommt dann auch das Essen ins Spiel), alles was hilft, um sich einfach nur besser zu fühlen. Also Essen oder shopping oder fernsehen oder was auch immer.
aber es ist mehr als nur zu sagen "okay, jetzt werde ich ein aufgabenorientierter Stressbewältiger!"
vieles geht so weit zurück in unserem Gehirn, dass wir uns oftmals überhaupt nicht bewusst werden, wenn es passiert. wir sind halb fertig mit einem Kübel Eiskrem, bevor wir überhaupt zu bemerken: "hey, gab's da etwa einen Stressfaktor?"

Diagramm vom Entscheidungsfindungsprozess, um zu sehen, wo die Punkte sind, an denen wir etwas ändern können.
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Mittwoch, 18. Januar 2012

Abendlicher Hunger

Bei einigen Mädels, die sich mit mir gemeinsam auf diese 90 Tage Reise begeben haben ist vor allem der Abend ein Problem. Tagsüber sind die 4 goldenen Regeln für sie leicht einzuhalten, nur wenn die Nacht kommt, kommt auch der Heisshunger ;)

im buch "besessen vom essen" sind die 'Gruppen des essgestörten Verhaltens bei Adipositas' aufgeführt.

1. Rauschessen (Binge - Eating)
2. Chronisches Überessen ("Overeaters")
3. nächtliches Essen
4. "Craving" (Essgier, starkes Verlangen)

ich habe immerschon emotionalen hunger mit echtem hunger verwechselt und hatte bei wut, angst, freude, etc solche CRAVINGS. mit den jahren habe ich mich so zum OVEREATER und nach meinen zahlreichen diätversuchen zum BINGE-EATER entwickelt. eine typische karriere.
hatte nie ein problem mit nächtlichem essen, darum hab ich mich darüber nicht so informiert, aber wenn ich dich richtig verstehe gehts bei dir auch eher um das abends-nich-aufhören-können und nicht um das nachts-aufwachen-und-essen, oder? auch für night-eaters (Menschen, die nachts aufstehen und zum Kühlschrank gehn) ist paul mckenna eine gute lösung, allerdings muss bei ihnen meist das schlafverhalten mit therapiert werden.

Das abends-nicht-aufhören-können kenne ich auch. ich habe recherchiert und herausgefunden, dass es bei den meisten menschen damit zusammenhängt, dass sie sich abends für einen anstrengenden tag belohnen wollen. Hast du vielleicht manchmal das gefühl, du bekommst nicht genug? oder du bekommst im leben nicht das, was dir zusteht? und versuchst du das, durchs essen auszuleben?

Paul McK gibt für solche situationen den tip, sich in dem moment zu fragen: "WAS WILL ICH WIRKLICH?" wenn man ehrlich ist, und sich zugibt "eigentlich will ich jetzt kein käsebrot, sondern eigentlich will ich, dass der abwasch und die wäsche schon erledigt wären. und jemanden, der mir die entscheidungen abnimmt, die morgen zu treffen sind. und etwas mehr anerkennung!" dann beruhigt sich auch das nagende hungergefühl. denn:

"Wenn Hunger nicht das Problem ist, ist Essen nicht die Antwort." - Geneen Roth
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